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Aufsättigungstherapie

Aufgrund der vorliegenden Symptome und von Blutwerten muss zuerst die notwendige Eisendosis individuell berechnet werden. Dazu sind das Hämoglobin, Ferritin, Transferrin und die löslichen Transferrinrezeptoren aus dem Blut im Labor zu bestimmen.

Nach der Dosisberechnung muss festgelegt werden, welches Eisenpräparat sich für jeden Patienten am besten bewährt. Dabei müssen Erfolgsquoten, Risiken, Kosten und die Wünsche der Patienten gegeneinander abgewogen werden.

 

Die SIHO empfiehlt bei Patienten mit einem Eisenmangelsyndrom Einzeldosen zu 200 mg Eisensaccharose = (Venofer). Bei Patienten mit einer Eisenmangelanämie sind Hochdosen von 500 mg Eisencarboxymaltose = (Ferinject) möglich.

 

Behandlungen mit 200 mg Eisensaccharose pro Infusion verdünnt in 100 ml NaCl während 30 Minuten.

Nach Möglichkeit werden ein bis zwei Infusionen pro Woche bis zum Erreichen der berechneten Gesamtdosis verabreicht. Erste Therapiekontrolle zwei Wochen nach der letzten Infusion.

 

Behandlungen mit 500 mg Ferinject pro Infusion verdünnt in 100 ml NaCl während 30 Minuten

 

Eine Infusion pro Woche bis zum Erreichen der berechneten Gesamtdosis. Erste Therapiekontrolle drei Wochen nach der letzten Infusion.

 

Können Eisen-Hochdosen (über 500 mg) gefährlich sein?

 

Einige Gründe könnten dafürsprechen.

 

Das Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic warnt vor Eisen-Hochdosen, weil signifikant mehr Nebenwirkungen gemeldet wurden.

 

Die Swiss Iron Health Organisation SIHO führt eine Qualitätskontrolle der Behandlungen in den Ärztlichen Eisenzentren durch. Es hat sich gezeigt, dass die Nebenwirkungsrate von der Dosis abhängt. Während nach moderaten Dosierungen von 200 mg Venofer nur bei 1.2% der Patienten Nebenwirkungen auftraten, waren es nach Hoch-Dosierungen von Ferinject signifikant mehr, nämlich 3.4%.